Entwicklung des Kennels"Little Northlights"

Wie kommt jemand zum Schlittenhundesport. Gute Frage?

Ich möchte an dieser Stelle über die Entstehung meines Kennels berichten.
Ich bin in meinem Elterhaus immer mit Haustieren unterschiedlichster Art konfrontiert worden.
Wir hatten immer einen Hund und zwei Katzen. Tierliebe ist mir mit in die Wiege gelegt worden.
Als ich volljährig geworden bin, bin ich aus meinem Elternhaus ausgezogen um mit meiner zukünftigen Ehefrau zusammen zu leben. Diese hatte diese Tierliebe allerdings nicht. Als Ausgleich habe ich mir ein Hobby zugelegt das auch sehr Zeitraubend war. Ich machte knapp sieben Jahre Bodybuilding. Nach zehn Jahren wurde die Ehe geschieden. Ich lernte eine neue Lebenspartnerin kennen. Bei ihr stellte ich fest, dass Sie auch sehr Tierlieb war und noch ist. Sie hatte zum Zeitpunkt unseres Kennen Lernens drei Katzen. Ich merkte bei mir, dass mir etwas fehlte. Der Gedanke sich einen Hund anzuschaffen war entstanden.
Bei einem Züchter, wie wir später feststellten war es ein Massenzüchter, sahen wir ihn.
Benji, ich verliebte mich sofort in diesen Husky. Ich musste ihn kaufen, ohne groß zu überlegen bezahlten wir und nahmen Benji mit. Er war da gerade 12 Wochen alt, sah gesund und munter aus und war angeblich geimpft. Nach vier Wochen, Benji hatte sich sehr gut eingelebt und gehorchte für einen Husky schon sehr gut, haben wir uns überlegt einen zweiten Hund als Spielkameraden für Benji anzuschaffen. Wir fuhren zu einem anderen Züchter, auch dort habe ich später festgestellt, dass alles nicht seriös gewesen ist, wir verliebten uns in die kleine Daisy und nahmen sie mit. Sie war von der ersten Stunde an stubenrein, spielte mit Benji. Es war eine Freude den beiden zuzusehen. Daisy war gerade acht Wochen alt. Schon nach dem zweiten Tag bei uns fingen bei ihr Krankheitssymptome an. Sie erbrach gelblichen Schaum und bekam Durchfall. Wir fuhren direkt zum Tierarzt. Seine Diagnose war für uns erschütternd, Parvovirose. Diese Krankheit geht für Welpen zu 90% tödlich aus. Die Symptome wurden schlimmer, wir haben wirklich alles ausprobiert was es an Medikamenten gab. Infusionen noch und nöcher, nach einer Woche haben wir den Kampf verloren. Am Tag danach traten die selben Symptome bei Benji auf. Der Tierarzt sagte uns damals er müsse die ersten drei bis vier Tage durchstehen, er war ja angeblich geimpft, dann hätte er gute Chancen. Auch bei ihm versuchten wir alles, Infusionen, künstliche Ernährung, mit Spritzen Wasser ins Maul. Wir haben wechselseitig Hallo Wach genommen um den kleinen Tag und Nacht zu versorgen. In der Nacht zum vierten Tag, nach Ausbruch der Parvovirose, ist Benji in meinen Armen liegend gestorben. Ich habe Fehler gemacht und dafür teuer bezahlt, nicht wegen dem Geld welches die Tierärztliche Behandlung verschlungen hat. Der Verlust dieser beiden, obwohl ich sie nur kurz hatte, traf mich schwer. Ich werde sie nie vergessen, ich habe Bilder von den beiden in meinem Büro. Wenn ich zum Monitor blicke, sehe ich sie vor mir.

Ich möchte hier an dieser Stelle nur allen Abraten sich einen Hund von einem Massenzüchter zukaufen. Es gibt viele seriöse Züchter, aber erfragt den Hintergrund der Zucht, lasst euch die Zuchtanlage zeigen und schaut euch die Elterntiere bzw. wenigstens das Muttertier an.

Vier Monate nach dem Verlust von Benji und Daisy schaute ich mich nach einem seriösen Züchter hier in Deutschland um. Ich fand ihn in Nettetal. Ich rief ihn an und erkundigte mich nach Welpen.
Bei ihm hat mich ein Welpe in seinen Bann gezogen der ein sehr beige farbenes Fell hatte .SKY.
Als ich ihn das erste Mal sah war er drei Wochen alt.
Ich schaut mich auch bei anderen Züchtern nach Welpen um. Ich wollte wieder zwei Hunde haben.
Den zweiten Hund fand ich in der Stadt Asbach/ Eifel. SMOKY.
Als Sky 12 Wochen alt war, holte ich am gleichen Tag Sky und Smoky zu uns nach Hause.
Nach acht Monaten kam Laika, ein kleines zierliches Huskymädchen. Sie wurde vom Vorbesitzer nicht mehr gewollt. Als Laika zwei Jahre wurde, kam mir der Gedanke sie doch einmal belegen zulassen. Nach 62 Tagen kamen fünf Welpen zur Welt. Zwei gingen in der zwölften Lebenswoche zu mittlerweile befreundeten Ehepaaren. Bei mir blieben Screamy, Shari und Yukon.
Jetzt hatte ich schon sechs, da geht man nicht mehr so einfach spazieren. Der erste Trainingswagen wurde angeschafft. Es ist einfacher sie alle auf einmal zu bewegen als einzeln. Dann kam Sunny. Als sie zu uns kam, war sie sechs Monate und halb verhungert. Ich päppelte sie auf und integrierte sie ins Rudel. Aus dem zweiten Wurf blieben Mausi und Möppeli und nach drei Jahren kam Yankee zurück. Er hatte etliche vernarbte Beißwunden im Gesicht und war offensichtlich Misshandelt worden. Bei jeder Bewegung die ich machte, zuckte er zusammen oder verkroch sich in der Hundhütte.
Eine Zeitlang später kam dann Cheyenne. Richtig hieß sie Toxi vom Weserbogen, aber so nennt man doch keinen Husky! Mit neun Wochen kam sie zu uns und ich war schon der zweite Besitzer.
Ihr erster Besitzer hatte schon nach einer Woche genug von dem kleinen Hündchen. 1996 kaufte ich, um eine andere Blutlinie in die Zucht zubekommen, ASKIMO.
Als Cheyenne und Askimo alt genug waren, habe ich mit ihnen gezüchtet. Aus dem ersten Wurf habe ich alle abgegeben, man kann ja nicht alle behalten und das ganze muss ja finanziert werden.
Bei dem zweiten Wurf mit den beiden, ein Jahr später, blieb Bianca. Nach einem weiteren Jahr kam aus dem zweiten Wurf die Bonny zurück.
Und aus dem Gedanken sich zwei Hunde zuhalten, um sich ein wenig bewegen zu müssen, ist ein richtiger Schlittenhundekennel geworden.



 

Screamy Leithündin vom Kennel "Little Northlights" 27.07.1994 - 14.11.2008 für immer unvergessen!

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Daisy und Benji