Fahrt nach Lappland
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Am ersten Februar Wochenende war es wieder soweit!
Aufbruch nach Lappland.

Nach den ganzen strapaziösen Vorbereitungen, war man froh dass es nun endlich losging. Wir fuhren, wie immer, über Harrisslee nach Frederikshavn. Von dort mit der Fähre nach Göteborg und dann weiter nach Arnes (60 Km nord- östlich von Oslo) zu meiner Schwester und machten dort einen Tag Pause.
Die Weiterfahrt nach Vilhelmina in Schwedisch Lappland verlief Störungsfrei. Fast!!!
Ca. 10 Km vor unserem Ziel stoppte uns eine Verkehrskontrolle. Ich fuhr, nach deren Messung, 58 Km/h in einer 50 Km/h Zone.
Nach Aufnahme der Daten meinte der Polizist, nach dem Blick in eine Tabelle, dass würde 2000 SEK kosten. Ich könne das Geld innerhalb von vier Wochen überweisen. Toll, ich schaute in meine Umrechnungstabelle, schon waren 220 € weg und war noch gar nicht am Ziel.
Die übrige Zeit war auch sehr aufregend, in diesem Jahr sind uns immer wieder ein paar Hunde ausgebüxt. Das war aber in Lappland nicht so tragisch, sie kamen immer wieder. Sie entfernten sich nicht sehr weit weg vom Stake Out.
Unsere Training begann damit, dass ich den Trail erst einmal mit sechs Hunden abfuhr um ihn kennen zulernen.
Als ich dann begann mit 12 Hunden zu trainieren, bekam ich meine Bequemlichkeit deutlich zu spüren.
Gleich vor der Stuga die Hunde eingespannt, mussten wir nach 20 Metern eine 90 Grad Kurve fahren.
Normaler Weise kein Problem, da aber die ersten fünfhundert Meter auf einer normalen Strasse zu fahren waren und diese bis auf das Eis geräumt wurde, driftete der Schlitten sehr weit aus der Kurve und blieb dann meistens an einer Eiskante hängen.
Die Folge war natürlich, dass wir (Rosi saß als Mitfahrer auf dem Schlitten) meistens umkippten.
Bis ich die Hunde dann auf dem Eis mit dem Anker gebremst bekommen hatte, ich lag ja bäuchlings - eine Hand am Handlebow - hinter dem Schlitten, waren wir schon ein paar Meter unterwegs. Laut fluchend über meine eigene Dummheit, stieg ich dann wieder auf den Schlitten und fuhr weiter.
Irgendwann haben wir die Hunde dann gleich auf der Strasse eingespannt. "Normale Strasse" am Tag kamen dort fünf bis sechs Autos und einmal am Tag das Räumfahrzeug.

Es gibt dann aber auch Begebenheiten, die aus der Routine heraus geschehen.
Ich hatte 10 Hunde im Gespann und kam dann mit Evan und Chess. Ich dachte ich hätte Evan eingespannt und ließ das Geschirr los. Und schon war er weg.
Evan ist dann die halbe Strecke vorweg gelaufen (für ihn war es Spiel), tolles Training, die andern 11 haben versucht ihn einzuholen.
Ansonsten sind wir dort sehr viel im Tiefschnee bzw. nur in Skidoo Spuren gefahren.
An einem anderen Tag fuhren wir von der Strasse rechts ab um zum eigentlichen Trail zu kommen, es gab aber auch die Möglichkeit von dort zum Gemeindhaus zu kommen, diese Möglichkeit nahmen die Hunde war. Es war mir an und für sich gleich, man konnte dort vorbei fahren und kam auch auf einen Skidoo Trail. Womit ich nicht gerechnet habe, alle 12 stürmten auf den Eingang des Gemeindehauses zu und wollten dort einkehren. War nicht so gut, erstens hatte ich überhaupt kein Geld mitgenommen auf diese Schlittentour und zweitens hatte ich dann eine tierische Verwicklung.
Damit sich kein Hund verletzt, ich fahre eine Zugleine mit Stahlseele, musste ich einen Hund ganz ausspannen.
In diesem Moment zogen die übrigen an, ein anderer Hund war noch verwickelt, ich musste den ausgespannten Hund los lassen um den anderen aus der Verwicklung zu befreien. Der ausgespannte Hund lief fort, ich mit den anderen 11 hinterher. Auch da kein Problem, der Hund lief Schnur stracks zum Haus zurück. Gott sei Dank lief er nicht gänzlich fort, dass war einer unserer 2 Leihhunde und die waren natürlich noch nicht so auf uns geprägt.
Schnee hatten wir mehr als genug, manchmal war es schon lästig ihn immer wieder vor dem Haus zu räumen. Die Hunde sind streckenweise bis zum Bauch im Schnee versunken. Es war aber ein gutes Training zum Muskelaufbau.
So waren die Hunde gut vorbereitet für die WM. Diese fand am zweiten März Wochenende in Arsana (Schweden) statt.
Da Rosi nicht so viel Urlaub hatte, hatte ich ihr einen Rückflug für den 29.Februar gebucht.
Die restlich Zeit dort oben verbrachte ich allein mit den Hunden. Ich trainierte noch ein paar Tage in Vilhelmina und brach erst kurz vor der WM auf nach Arsana. Arsana liegt auf dem Rückweg nach Hause. Ich wollte an der WM teilnehmen und von dort dann Sonntags nach dem Rennen die übrige Heimfahrt antreten.
Es kam aber anders als erwartet, freitags beim einspannen der Hunde, ich hatte schon sechs Hunde im Gespann, lief auf einmal meine Leithündin an mir vorbei und war erst einmal alleine auf Tour.
Ich pfiff auf meinen Start, spannte die Hunde wieder aus und hab dann geschaut, dass ich meine Hündin wieder bekam!
Beim Betrachten der Ursache, stellte ich fest, dass sich der Ring aus der Naht am Halsband gezogen hatte. Der Ring war noch am Stake Out und das Halsband lag daneben. Ich ärgerte mich dermaßen (das Halsband war so gut wie neu), weil die Naht aufgegangen ist, dass ich alles einpackte und gleich den Rückweg zu meiner Schwester in Norwegen antrat.
Hätte ich besser nicht gemacht, dort stand ich dann die letzten Tage im Regen.


 

Rast

Rast auf dem Weg nach Vilhelmina 



Vet Check

Vet Check Area in Arsana 



Trail

Skidoo Trail Vilhelmina 



Trail im Wald

Skidoo Trail 1 



Fensterblick

Am Anfang der Blick aus dem Fenster 



Fensterblick 2

Am Ende der Fensterblick 



Stuga

Unsere Stuga 



Wettergrenze

Wettergrenze