Fahrt nach Lappland
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Unsere Stuga

Das Bild ist von 2008, es hat sich aber nichts verändert, auch die Schneemenge nicht :-)



 

Die Fahrt

Die Fahrt nach Schwedisch Lappland hat sich in diesem Jahr etwas problematischer gestaltet!

Ursprünglich war der Abfahrtstermin am 31. Januar gedacht, die Fähre war für Spätabends gebucht!

Ein paar Tage vorher bin ich mit dem Anhänger in die Reifenwerkstatt und habe neue Reifen aufziehen lassen.
Beim aus der Halle fahren ist mein Pick Up ausgegangen und hat sich nicht überreden lassen wieder anzuspringen.

Was ich nicht wusste, mir aber vom Chef der Reifenwerkstatt mitgeteilt wurde, war, dass in der Nähe jemand ist der sich mit US Pick UP´s auskennt eine KFZ Werkstatt unterhielt!

Ich rief diesen Menschen an, er kam auch sehr schnell und schaute nach meinem Chevy. Er nahm ihn mit in seine Werkstatt.
Den Anhänger habe ich dann mit einem kleinen PKW abgeholt! War ein wenig schwer für diesen und ich konnte mal gerade 50 mit dem Ding im Schlepp fahren, aber die 5 KM bis nach Hause ging es eben!

Am nächsten Tag lief der Chevy wieder, der Filter im Tank war zu.
Ich holte ihn ab und habe ihn dann mit allem was für Schweden gebraucht wurde, beladen.

Samstagmorgen um 05.30 Uhr ging es als los!
Erstes Malhör: Kurz vor Neuss hat sich die Heckklappe des Hardtops geöffnet und eine Reisetasche hat sich verflüchtigt.
Angehalten und Reste (waren schon Autos drüber gefahren) eingesammelt.

Weitergefahren. Hinter Düsseldorf fing es an, der Chevy ging aus. Er ließ sich aber jedes Mal neu starten.
Die Abstände des Ausgehens und Neustarten wurden kürzer!
Bis zum nächsten Autohof hat er sich dann durch gewurschtelt Dort ging er dann endgültig aus und wollte gar nicht mehr!

Ein wenig frustriert rief ich dann eine Freundin und Vereinskameradin an. Sie kam mit ihrem Mann und holte den Anhänger mit den Hunden samt Rosi ab und brachte beides nach Hause.
Ich kam ein wenig später mit dem ADAC nach! Der Chevy war wieder in der Werkstatt.
Ergebnis, die Dieselförderpumpe zwischen Tank und Motor lief, brachte aber keinen Diesel mehr nach vorne.
Auf die neue mussten wir ein paar Tage warten.

Dienstagabends um 22.30 Uhr ging das Telefon, der Chevy lief wieder. Er lief aber immer nur eine halbe Stunde, dann ging er wieder aus und lässt sich nur neu starten wenn er abgekühlt ist. Der Computer zeigt keinerlei Fehler an!

Ich sagte dem Werkstattchef, OK das Problem kenne ich, ich bringe morgenfrüh das neue PMD (Steuergeräte der Einspritzanlage) vorbei. Gesagt, getan, am nächsten Tag lief er Mittags wieder ohne Probleme.

Die Fähre wurde umgebucht und Donnerstagmorgens ging es erneut auf große Fahrt!
Haben wir gedacht :-)
Der Chevy hat aber anders gedacht, vielleicht hat er ja die GM/Opel Krise mitbekommen und wollte daher nicht richtig?

Wir kamen bis Wuppertal, dort fing er dann an zu kochen. Ich füllte 5 Liter Wasser nach und fuhr weiter
Nach 10 Minuten fing er wieder an zu kochen, ich füllte 15 Liter Wasser nach! Das hat mich dann aber schon etwas stutzig gemacht.
Er hat insgesamt "nur" 24 L Kühlwasser! Ich schaute unter den Wagen und sah die Wasserlache!

Ich vermutete das der Kühlwasserausgleichbehälter defekt ist. Ich rief in einer US Werksatt in Bergkamen an.
Dort war zwar kein neuer Ausgleichbehälter aber ein anderer Pick Up wo man den ausbauen könnte.
Auf dem letzten Tropfen Wasser sind wir bis Bergkamen gekommen.
Ausbau und Einbau nahmen fast 2 Stunden Zeit in Anspruch, viel Zeit die eigentlich anders eingeplant war.

Was soll ich sagen, dann ging es wieder auf die Autobahn. Diesmal ohne weitere Aufenthalte oder Störungen.
Zeitlich waren wir aber so knapp dran, dass wir an der Fähre angekommen auch gleich darauf fahren mussten.

Die Hunde konnten nicht mehr rausgelassen werden. Sie sind zwar unterwegs gefüttert worden und haben was zu saufen bekommen aber normalerweise lasse ich sie alle sechs Stunden raus. Das ging jetzt aber nicht.
In Schweden angekommen waren sie 13 Stunden in der Box. Der nächste Parkplatz war dann mein!
Sie waren alle sehr verschlafen und sie haben nichts in die Box gemacht. Die Rast ist dann etwas länger ausgefallen damit sich die Hunde etwas bewegen können.

Die weitere Fahrt lief ruhig und entspannt ab!

Vilhelmina

Mit einer Woche Verspätung sind wir dann in Vilhelmina angekommen!

Schnee war jede Menge vorhanden.
Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten, fuhren Michael und ich mit dem Schneemobil den Trail ab!
Familie Labove und wir sind schon seit Jahren befreundet.

Der Trail war ganz anders als im vergangenen Jahr.
Abwechslungsreicher, Kurviger, mit vielen Steigungen und Gefällen! Dinge die wir zuhause nicht haben und folglich nicht so trainiert haben. Zudem, wie sich später heraus stellte habe ich beim Training erhebliche Fehler gemacht.
Also keine die die Gesundheit der Hunde irgendwie beeinträchtigt oder so. Sie brachten einfach keine Geschwindigkeit.

Es fehlte auch ein Hund. Unser Evan hat sich schon vor der Fahrt nach Schweden die kleinen Ballen an den Zehen verletzt. Sie sahen aus wie geschält. Er ist ein kleiner Clown, läuft normalerweise nur im Lead. In anderen Positionen eingespannt läuft er gar nicht und legt sich einfach hin. Er steht auch nicht auf wenn man dann los fährt, geht also gar nicht!

Er hat den Drang nach vorne und motiviert mit seiner spielerischen Art auch die anderen und der Hund fehlt dann durch seine Verletzung!

Wir waren fast pernament zu zweit auf dem Schlitten, mit Ausrüstung usw. waren es ca. 220 Kg die mit 10 bis 11 Hunden bewegt wurden.
Sie waren auf 21 KM gesehen durchschnittlich 30 Minuten langsamer wie im letzen Jahr.

Ansonsten war es einfach klasse dort zu fahren. Die von Michael gespurten Trails waren zwar keine Autobahnen, dass war aber nicht so tragisch. Die Trails wurden mit einem Schneemobil gefahren und dann mit einem Reifen abgezogen.
Schön war es auch, für Michael sowie für mich, man konnte Head on passing und überholen üben. Ich habe zudem noch das Wenden des Teams auf Kommando geübt. Das kam aber aus der Situation heraus, manchmal wusste ich einfach nicht ob ich noch auf dem richtigen Taril bzw. Skidoospur war. (meistens dann nicht wenn ich das GPS nicht mit hatte)

Kurz vor ende des dortigen Aufenthaltes kam Neuschnee, so etwa 20-30 cm. Michael fuhr raus mit dem Schneemobil und Reifen.
Ich dachte er fährt die längere Strecke. Als ich ihn zurückkommen sah, spannte ich die Hunde ein und fuhr alleine los.

Als der Abzweig zur längeren Strecke kam, sah ich das er "nur" die kürzere abgezogen hatte.
Die Hunde wollten auch zuerst die für sie leichtere Strecke nehmen, ich dirigierte sie aber auf die längere.
Wir haben doch Schlittenhunde und die sollten auch in der Lage sein, durch tieferen Schnee zu laufen!
Taten sie auch, ein Problem stellte sich aber doch ein. Durch den tiefen lockeren Schnee, durch die Steigungen, die nun doch schwerer zu fahren waren und durch die milden Temperaturen (-3 Grad), begannen die Hunde zu schwitzen.
Es bildeten sich Eisklumpen zwischen den Zehen der Hunde die das Laufen zusätzlich erschweren.

Da heißt es natürlich "Booties" anziehen. Sonst wird es zwischen den Zehen wund und die Hunde fallen für das weitere Training aus.

Bei alldem schönen was wir jetzt wieder erlebt haben, muss ich doch sagen, die schlechten Zeiten der Trainingseinheiten kommen nicht nur von Fehlern beim Training im Vorfeld. Ich war nicht mit dem Kopf dabei.

Ich habe weiter oben geschrieben das ein Hund fehlte, dass ist so nicht ganz richtig.
Evan fehlte ja nur beim trainieren.
Es fehlte noch ein anderer Hund! Screamy.

Sie war über ein Jahrzehnt mit mir auf Tour und immer, auch nach ihrer aktiven Zeit im Gespann, ein sehr wichtiger Hund. Ich brauchte sie auch mental.
Sie war nicht mehr da, als sie Mitte November 2008 starb, ist vieles von meiner Motivation mit ihr gegangen.